Die Einführung von Beikost

Unter der Einführung von Beikost versteht man die progressive Einführung von anderen Lebensmittelnzusätzlich zur Milch. Sie bedeutet auch den Übergang von flüssiger Nahrung zu solcher mit immer festerer Textur. Es wird empfohlen, sie auf keinen Fall vor dem Beginn des fünften Lebensmonats (4 Monate + 1 Tag) zu beginnen oder sie später als bis zum Beginn des siebten Monats (6 Monate + 1 Tag) hinauszuzögern.

Zusammengefasst

  • Bereiten Sie mindestens 5 Mahlzeiten pro Tag vor.
  • Behalten Sie 2 bis 3 Still- oder 2 bis 3 Fläschchenmahlzeiten (600 ml Milch) pro Tag bei.
  • Ersetzen Sie Mahlzeiten mit Obst nicht durch Milchprodukte (Joghurt, Käse oder Quark mit Früchten).
  • Geben Sie Ihrem Baby höchstens 25 g Fleisch oder Fisch pro Tag.
  • Fügen Sie die erforderliche Menge Fett hinzu und verwenden Sie unterschiedliche Fettarten.
  • Salzen Sie das Essen nicht.

Warum gerade in diesem Alter mit der Beikost beginnen?

  • Die Mutter- oder Folgemilch reicht nicht mehr aus, um den gesamten Bedarf des Kindes abzudecken. Deshalb muss die Ernährung des Kindes abwechslungsreicher gestaltet werden.
  • Das Baby kann allmählich etwas festere Nahrung kauen und sie leichter hinunterschlucken.
  • Das Verdauungssystem des Babys ist besser entwickelt. Es ist wichtig, gerade zu Beginn die Beikost an die Entwicklung des Babys anzupassen. Ihr Baby sollte die Vielfalt der Nahrung nach und nach kennenlernen, Schritt für Schritt. Diese neue Erfahrung sollte für das Baby schön sein und ihm ausreichend Zeit lassen, die neuen Aromen und Texturen zu kosten; auch sein Verdauungssystem sollten genug Zeit haben, um sich an die neuen Lebensmittel zu gewöhnen. Deshalb sollte man bei den einzelnen Schritten nichts überstürzen.

Der erste Schritt

Im 5. bis 6. Monat (4 Monate + 1 Tag) besteht der erste Schritt darin, Pürees mit dem Löffel zu essen und neue Gerüche, Aromen, Texturen und Geschmacksrichtungen kennenzulernen.

Jedes Baby hat dabei seinen eigenen Rhythmus, den man unbedingt respektieren sollte. Manche sind froh, neue Nahrung kennenzulernen. Andere hingegen sind darüber weniger entzückt und dann dauert die Einführung von Beikost etwas länger. Geben Sie ihm in diesem Fall weiterhin sein Fläschchen oder Muttermilch. Überstürzen Sie nichts. Auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es nicht an!

Ziel ist es, die Still- oder Fläschchenmahlzeit nach und nach durch eine Mahlzeit mit Gemüse oder Obst zu ersetzen. Dabei bleibt es den Eltern überlassen, ob sie lieber mit einer Obst- oder Gemüsemahlzeit beginnen möchten.

Wenn es Essenszeit ist (z. B. gegen Mittag für eine Gemüsemahlzeit oder gegen 16 Uhr für eine Obstmahlzeit), geben Sie Ihrem Baby so viele Löffel Gemüse- oder Obstpüree, wie es möchte. Die Menge der Mahlzeit hängt ganz vom Appetit Ihres Babys ab. Ergänzen Sie die Mahlzeit durch das gewöhnliche Stillen oder ein kleines Fläschchen.

Übersichtsgrafik zur Einführung von Beikost
Übersichtsgrafik zur Einführung von Beikost
©Direction de la Santé

Einige wichtige Hinweise zur Einführung von Beikost

  • Das Baby muss den Kopf aufrecht halten und die Zunge biegen können, um das Einführen des Löffels zu ermöglichen. Echte Kaubewegungen finden erst im 7. bis 9. Monat statt.
  • Oft beginnt das Kind im Alter von 5 bis 6 Monaten, Interesse für das Essen der Eltern zu zeigen.
  • Während der Einführung von Beikost bleibt Milch die Basis der Ernährung.
  • Bei gestillten Babys ist es ratsam, das Stillen während der Einführung neuer Lebensmittel fortzusetzen.
  • Geben Sie die Nahrung mit dem Löffel. Wenn das Kind dies nicht akzeptieren kann, ist es besser, mit der Einführung zu warten und es etwas später noch einmal zu versuchen.
  • Am Anfang isst das Baby nur wenige Löffel. Beenden Sie dann die Mahlzeit mit der vom Baby gewohnten Milch.
  • Die ersten Pürees können aus Gemüse oder Obst bestehen.
  • Führen Sie nur jeeweils ein neues Nahrungsmittel ein und testen Sie während einigen Tagen die Verträglichkeit des Kindes darauf. Fügen Sie dem Püree weder Salz noch Pfeffer noch andere Gewürze hinzu.
  • Rohes Gemüse in kleinen Stücken und Trockengemüse werden erst ab einem Alter von 1 Jahr eingeführt, um ein Verschlucken zu vermeiden.
  • Milchprodukte (Kuhmilch, Sahne, Joghurt, Quark, Pudding, Milchdesserts) werden erst ab einem Alter von 1 Jahr eingeführt.
  • Käse und Tofu haben einen hohen Eiweißgehalt und werden nicht vor 1 Jahr empfohlen.
  • Achten Sie auf den Geschmack und die Vorlieben Ihres Babys. Wenn es ein Lebensmittel ablehnt, versuchen Sie es einige Tage später noch einmal und dann mehrere Male.

Tagespläne

Essenssplan ab Beginn des 5. Monats

Falls das Baby gestillt wird, richtet sich der Zeitpunkt der Mahlzeiten nach seinem Verlangen.

A, B und C stellen verschiedene empfohlene Tagespläne dar.

  Morgen Vormittag Mittag Nachmittag Abend Später Abend
A Fläschchen (Fläschchen)* Fläschchen Fläschchen Fläschchen (Fläschchen)*
B Fläschchen (Fläschchen)*

Mahlzeit mit Gemüse und Kohlenhydraten

ergänzt durch ein Fläschchen

Fläschchen Fläschchen (Fläschchen)*
C Fläschchen (Fläschchen)* Fläschchen

Mahlzeit mit Obst

ergänzt durch ein Fläschchen

Fläschchen (Fläschchen)*

*Je nach Bedarf

Essensplan während des 6. Monats

Falls das Baby gestillt wird, richtet sich der Zeitpunkt der Mahlzeiten nach seinem Verlangen.

A und B stellen verschiedene empfohlene Tagespläne dar.

  Morgen Vormittag Mittag Nachmittag Abend Später Abend
A Fläschchen (Fläschchen)*

Mahlzeit mit Gemüse und Kohlenhydraten

ergänzt durch ein Fläschchen

Fläschchen Fläschchen (Fläschchen)*

B
Fläschchen
(Fläschchen)*

Fläschchen

Mahlzeit mit Obst

ergänzt durch ein Fläschchen


Fläschchen
(Fläschchen)*

*Je nach Bedarf

Hinweis: Je nach Ihrem Tagesablauf können Sie die Gemüsemahlzeit auch am Abend oder die Obstmahlzeit am Vormittag geben.

Der zweite Schritt

Der zweite Schritt beginnt etwa im 6. bis 7. Monat, sobald Ihr Baby eine komplette Mahlzeit isst. Nun werden jeweils in einer Woche Fleisch, Fisch und Eier eingeführt, zunächst Eigelb und dann Eiweiß.

Plan journalier

Plan journalier au cours du 7ème mois

En cas d'allaitement, les tétées se donnent à la demande du bébé.

Si votre bébé ne termine pas son repas de légumes ou de fruits, complétez par un biberon.

Matin Matinée Midi Après-midi Soir Soirée
Biberon (Biberon)*

Repas de légumes, féculents et viande

Eau

Repas de fruits

Eau

Biberon (Biberon)*

La troisième étape

Autour de l’âge de 8 mois, certains bébés ont davantage faim. N’augmentez pas le volume journalier de lait (2 à 3 biberons, 500 à 600ml de lait par jour), mais ajoutez des féculents aux repas afin d’augmenter l’apport énergétique. C’est à ce moment que sera introduit le pain.

Essensplan

Essensplan während des 8. Monats

Falls das Baby gestillt wird, richtet sich der Zeitpunkt der Mahlzeiten nach seinem Verlangen. 

Morgen Vormittag Mittag Nachmittag Abend

Fläschchen + Brot mit Butter

oder

Milchbrei

Wasser

(Fläschchen)*

Mahlzeit mit Gemüse, Kohlenhydraten und Fleisch

Wasser

Obst-Mahlzeit

Wasser

Fläschchen + Brot mit Butter

oder

Milchbrei

Wasser

 *Je nach Bedarf

Die Einführung von Beikost in der Praxis

Bis zum Alter von 1 Jahr sollten Sie Ihrem Baby moglichst viele verschiedene Nahrungsmittel, vielfaltige Geschmacksrichtungen und Texturen anbieten.

Zur Erinnerung: Während der Einführung von Beikost bleibt Milch das Grundnahrungsmittel Ihres Kindes und deckt einen Großteil seines Nährstoffbedarfs ab.

Wie sollte die Einführung von Beikost konkret ablaufen?

  • Es ist wichtig, nur ein Lebensmittel auf einmal einzuführen und dann einige Tage zu warten, ehe man ein weiteres einführt, um eine eventuelle allergische Reaktion einem Lebensmittel zuordnenzu können.
  • Bevorzugen Sie regionale und saisonale Lebensmittel: frisches Gemüse, Kartoffeln, Obstkompott.
  • Sehen Sie sich die Etiketten von Fertigprodukten genau an. Sie enthalten oft viele Zusatzstoffe. Greifen Sie zu denjenigen, die am wenigsten enthalten.

Wenden Sie sich bei Auftreten von Allergien an Ihren Kinderarzt.

Tipp

Wenn Ihr Baby ein Lebensmittel nicht auf Anhieb mag, lassen Sie es einfach später noch einmal probieren. Manchmal muss ein Kind ein Lebensmittel 10 bis15 Mal kosten, ehe es den Geschmack mag. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen.

Mahlzeiten mit Gemüse

Die meisten Gemüsesorten sind für Säuglingsmahlzeiten geeignet: Brokkoli, Karotten, Chicorée, Kopfsalat Herzen, Zucchini, Fenchel, Erbsen, Kürbis …

Mit welchem Gemüse sollte man beginnen?

Oft beginnt man mit einem Püree aus gekochten Karotten, denn Karotten werden von Babys im Allgemeinen gut angenommen und vertragen.

Manche Gemüsesorten haben einen sehr ausgeprägten Geschmack und sind schwerer verdaulich (Bildung von Gasen im Darm): Zwiebeln, Paprika, Kohl, Schwarzwurzeln, Kohlrabi, Lauch ...

Warten Sie mit diesen Sorten lieber ein wenig länger.

·         Sorgen Sie bei der Wahl des Gemüses für Abwechslung.

·         Bevorzugen Sie frisches, saisonales und regionales Gemüse.  Verarbeiten Sie es frisch, ohne lange zu lagern.

·         Wenn das Gemüse, das Sie kaufen möchten, nicht der Jahreszeit entspricht (nicht saisonal ist), bevorzugen Sie tiefgefrorenes (nicht zubereitetes) Gemüse gegenüber dem in Konserven (Metall und Glas), Letztere sind häufig für Babys zu salzig.Dies gilt nicht für Babynahrung im Glas.

Welche Menge soll ich meinem Baby geben?

Beginnen Sie mit 2 bis 3 Teelöffeln Püree und ergänzenSie diese kleine Mahlzeit mit Muttermilch oder einem Fläschchen. Steigern Sie die Menge in den darauffolgenden Tagen auf zu 12 bis 15 Teelöffel,  Einer vollstandigen Mahlzeit entsprechend..

Wenn das Baby nach der Mahlzeit keine Milch mehr möchte, sollte man ihm Wasser zum Trinken anbieten.

Wie werden die Gemüsemahlzeiten zubereitet?

Aus hygienischen Gründen ist es wichtig:

·         auf einem sauberen Untergrund zu arbeiten;

·         das Gemüse gründlich zu putzen und zu waschen;

·         das Gemüse auf einem Brett mit einem sauberen Messer zu schneiden.

Die Garmethoden für Gemüsemahlzeiten

Dampfgaren

Garen Sie das Gemüse im Wasserdampf, bis es weich ist. Fügen Sie ein wenig Wasser hinzu um das Püree flüssiger zu machen. Diese Methode bewahrt die Vitamine.

 

Dünsten

Kochen Sie das Gemüse in etwas Wasser, bis es weich ist. Mixen Sie es mit etwas Kochwasser, das bewahrt die Vitamine.

 

Kochen im Wasserbad

Kochen Sie das Gemüse in einer großen Menge ungesalzenen Wassers, bis es weich ist. Lassen Sie es abtropfen und mixen Sie es. Diese Methode ist für Gemüse mit starkem Geschmack geeignet – Blumenkohl, Chicorée. Diese Methode bringt einen höheren Vitaminverlust mit sich.

Aufbewahrung der hausgemachten Mahlzeiten

Kühlschrank

Verwenden Sie die Mahlzeit sofort oder geben Sie sie, wenn Sie sie aufbewahren möchten, in ein sauberes Glas mit Deckel, das Sie unmittelbar in den Kühlschrank stellen. (Aufbewahrung: 24 Std im Kühlschrank bei 4°C).

 

Gefrierfach

Stellen Sie die Mahlzeit eine Stunde lang in den Kühlschrank und dann in das Gefrierfach (Aufbewahrung: 2 Monate bei -18°C).

 

Auftauen

 Stellen Sie den Gemüsebrei am Vortag in den Kühlschrank.

Wärmen Sie die Mahlzeit nur ein einziges Mal auf.

Mahlzeiten mit Gemüse und Kohlenhydraten

Einige Tage nach der Einführung vom Gemüsebreikönnen Sie Kohlenhydrate hinzufügen. Das steigert den Energiewert der Mahlzeit. Bereiten Sie die gleiche Menge Kohlenhydrate und Gemüse zu.

Einige Tipps zur Zubereitung

  • Sie können die gewaschenen Kartoffeln mit oder ohne Schale kochen odersie in Würfel geschnitten zusammen mit dem Gemüse garen, in beiden Fällen ohne Salz.
  • Die Kohlenhydrate, etwa Nudeln oder Getreide, werden separat oder mit dem Gemüse (dann mehr Wasser hinzugeben) in ungesalzenem Wasser gekocht.

Gluten

Gluten ist ein in Weizen (Brotweizen), Hafer, Gersten, Dinkel und Roggen enthaltenes Protein.  Bei Gluten handelt es sich um einen Eiweißbestandteil, auf den Babys eine Unverträglichkeit entwickeln können. Eine mögliche Folge hiervon ist eine Entzündung der Darmschleimhaut, die sich im weiteren Verlauf zu einer Zöliakie entwickeln kann.

Um diese Risiken zu vermindern, ist es ratsam:

  • die Einführung von glutenhaltigem Getreide vor Vollendung des 4. Lebensmonats zu vermeiden;
  • das Stillen während der Einführung von Gluten fortzusetzen;
  • Gluten nur in kleinen Mengen und schrittweise einzuführen, zwischen dem Beginn des 5. und dem Ende des 6. Monats. Dann können Nudeln und Getreide gegeben werden.

Folgende Babynahrung kann Gluten enthalten:

  • Gläschen;
  • Mehl oder Flockenals Flaschenzusatz;
  • Kekse, Brot, Zwieback;
  • Nudeln.

 

Glutenfreie Lebensmittel sind mit einem entsprechenden Aufdruck gekennzeichnet. Sehen Sie sich genau die auf der Verpackung angegebene Zusammensetzung an.

Kartoffeln, Mais, Reis, Buchweizen und Hirse enthalten kein Gluten.

Fette

Es wurdenachgewiesen, dass ein Kind im Alter der Einführung von Beikost eine Ernährung benötigt, die ausreichend Fette enthält. Es ist also unverzichtbar, je nach Alter 5 bis 15 g (1 bis 3 Teelöffel) Fett ab der Einführung von Gemüse und Kohlenhydraten hinzuzufügen, und zwar nach dem Kochen. Am besten wechselt man unterschiedliche Fette ab: Öle verschiedenen Ursprungs und Butter.

Zu meiden sind:

Lebensmittel, die viele versteckte Fette enthalten, wie etwa Kekse, Gebäck, Snacks, Chips, Wurst- und Milchprodukte mit Sahne. Die Fette dieser Lebensmittel sindvon geringer Qualität.

Unser Rat

Die geeignetsten Fette sind Butter und Öl. Unter den Ölen empfehlen wir besonders Rapsöl (reich an mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für die gute Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems unverzichtbar sind).

Aufgrund des Allergierisiko empfehlen wir Erdnuss- und Walnussöl nicht.

Mahlzeiten mit Obst

Welches Obst soll man zur Einführung auswählen?

Hier einige Beispiele: Apfel, Birne, Banane, Nektarine, Pfirsich, Melone, Aprikose.

  • Führen Sie nur eine Obstsorte auf einmal ein.
  • Wählen Sie saisonales Obst.
  • Geben Sie das reife, gewaschene, geschälte und entkernte Obst gemixt oder zerdrückt, gerieben oder zu Kompott verkocht.

Welche Menge soll ich meinem Baby geben?

Beginnen Sie mit 2 bis 3 Teelöffeln Püree oder Kompott und steigern Sie die Menge in den darauffolgenden Tagen bis zu 6 bis 7 Teelöffel als Ergänzung einer Mahlzeit und bis zu 12 bis 15 Teelöffel als Zwischenmahlzeit.

Zwingen Sie Ihr Kind niemals zum Essen, sondern vertrauen Sie seinem Appetit.

Achten Sie auf die individuelle Verträglichkeit Ihres Kindes.

Wie werden Mahlzeiten mit Obst zubereitet?

Aus hygienischen Gründen ist es wichtig:

  • auf einem sauberen Untergrund zu arbeiten;
  • das Obst gründlich zu putzen und zu waschen;
  • das Obst auf einem sauberen Brett mit einem sauberen Messer zu schneiden;
  • das Obst unverzüglich zu mixen und zu servieren (oder es in einen verschließbaren Behälter zu geben und es maximal 24 Stunden im Kühlschrank aufzubewahren).

Empfehlungen für die Mahlzeiten mit Obst

Kekse

Sie können geneigt sein der Obstmahlzeit einen Keks beizufügen.

Die Kekse haben jedoch überhaupt keinen zusätzlichen Nährwert und enthalten in der Regel sehr viel Zucker.

Getreide

Sobald Obst nicht mehr ausreicht, können Sie dem Obstkompott Getreideflocken ohne Zucker hinzufügen, um den Energiegehalt der Mahlzeit zu steigern.

Zucker

Fügen Sie zur Mahlzeit mit Obst weder Zucker noch Honig oder Süßstoff hinzu. Sie verbergen den wahren Geschmack der Lebensmittel und gewöhnen Ihr Kind an den süßen Geschmack.

Oft steht Zucker am Beginn schlechter Ernährungsgewohnheiten und ist die Ursache für Karies und Fettleibigkeit. Wenn Sie Ihr Kompott selbst zubereiten, wählen Sie eine von Natur aus süße Apfelsorte (Bsp.: Jonagold, Royal Gala) oder fügen Sie eine Banane hinzu.

Ihr Baby hat noch Hunger?

Geben Sie ihm kein größeres Fläschchen.

Geben Sie ihm eine abwechslungsreiche Mahlzeit.

Fleisch und Fisch

Fleisch und Fisch sind Quellen für Eiweiß, Eisen und Spurenelemente. Die Einführung von Fleisch und Fisch sollte schrittweise erfolgen.

Alle Fleisch- und Fischsorten sind erlaubt, mit Ausnahme von Fleisch- und Fischprodukten (Wurst, Schinken, Salami, Fertig-Hackfleisch, Surimi …).

Welche Menge soll ich meinem Baby geben?

Die Höchstmenge an Fleisch oder Fisch liegt bei 10 bis 25 g pro Tag (= 1 Suppenlöffel).

Menge pro Woche:

  • 1 bis 2 Mahlzeiten mit Gemüse, Kohlenhydraten und Fisch.
  • 2 bis 4 Mahlzeiten mit Gemüse, Kohlenhydraten und Fleisch.
  • 1 bis 3 Mahlzeiten mit Gemüse und Kohlenhydraten.

Tipp zur Zubereitung von Mahlzeiten mit Fleisch oder Fisch

Benutzen Sie aus hygienischen Gründen kein Holzbrett, sondern ein Brett aus leicht zu reinigendem Material. Reinigen Sie es gründlich mit Wasser und Seife.

  • Sie können das Fleisch kurz vor dem Garen hacken. Wenn Sie es nach dem Garen mixen, tun SIe dies zusammen mit dem Gemüse. Verwenden Sie kein fertig zubereitetes Hackfleisch.
  • Sie können das Fleisch oder den Fisch zusammen mit dem Gemüse oder separat garen.
  • Die idealen Kochmethoden sind das Dampf- oder Wassergaren sowie das Braten im Ofen.
  • Achten Sie darauf, dass das Fleisch und der Fisch vollständig gar sind, um die Entwicklung von Bakterien zu vermeiden.

Fügen Sie kein Salz hinzu.

Eier

Eier werden erst ab einem Alter von 7 Monaten in die Ernährung des Babys eingeführt.

Eier müssen immer vollständig gekocht sein.

Salz

Von der Zugabe von Salz oder der Verwendung von salzigen Würzmitteln (Maggi, Brühwürfel, Sojasoße, manche Gewürzmischungen …) wird bei der Säuglingsernährung eindringlich abgeraten.

Die Neigung zu salzigen Geschmacksrichtungen ist bereits vorhanden; es ist besser, das Baby nicht an den Salzgeschmack zu gewöhnen.

Getränke

Bieten Sie Ihrem Kind regelmäßig Wasser an, das zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist (zwischen 50 und 150 ml pro Tag). 

Das einzige empfohlene Getränk ist stilles Wasser und es ist wichtig das Baby von Anfang an daran zu gewöhnen.

Ausnahmsweise und so spät wie möglich können Sie Ihrem Kind ungesüßten und verdünnten Fruchtsaft oder ungesüßten Baby-Früchtetee geben. Dies sollte nur gelegentlich, zu besonderen Anlässen geschehen und nur zum Genießen.

Zu vermeiden sind

Alle anderen Getränke wie Limonaden, Sirups, Colas, Kräutertees oder gesüßte Säfte sind zu vermeiden – sie sind zu zuckerhaltig (auch wenn sie speziell für Babys hergestellt wurden). Diese Getränke gewöhnen Ihr Kind an den süßen Geschmack. Doch zu viel Zucker bringt die Ernährung aus dem Gleichgewicht, was langfristig zu Gesundheitsrisiken führt (Karies, Fettleibigkeit …).

Tee und Kaffee enthalten anregende Stoffe und sind keine Getränke für kleine Kinder .

Frischkäse für Babys

Ersetzen Sie eine Mahlzeit mit Obst nicht durch einen Frischkäse wie etwa „Fruchtzwerge“oder einen Frischkäse mit Obst, auch wenn die Werbung dies speziell für Babys empfiehlt. Diese Produkte sind – anders als Obst – sehr eiweißhaltig. Studien haben gezeigt, dass die Ernährung von Kleinkindern in West- und Mitteleuropa bereits zu eiweißhaltig ist. Diese übermäßige Aufnahme an Proteinen schon in geringem Alter kann eine der Ursachen für Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen sein.

Brot und Biskuits

Ab einem Alter von 8 bis 10 Monaten können Sie Ihrem Kind von Zeit zu Zeit eine kleine Scheibe Brot (eventuell mit ein wenig Butter), zum Kauen anbieten Sie können Graubrot ohne Körner auswählen, (weder Sonnenblume noch Sesam noch Leinsamen noch Walnuss …). 

Verzichten Sie auch auf jegliches Gebäck. Denn es enthält eine beträchtliche Menge an Zucker und Fetten.  Gute Essgewohnheiten sollten von Anfang an gefördert werden.

 

Brot ist Keksenbei weitem vorzuziehen, selbst gegenüber speziellen „Keksen für Kinder“.

Milchbrei

Ab einem Alter von 6 Monaten essen manche Kinder lieber mit dem Löffel. Dann können Sie das Fläschchen durch Milchbrei ersetzen.

Wie bereitet man Milchbrei zu?

Träufeln Sie das Mehl in die lauwarme Folgemilch und rühren Sie gründlich um. Warten Sie ein wenig, der Brei dickt erst nach einigen Minuten vollständig ein.

Im Handel gibt es auch milchhaltige Flocken, die mit Milchpulver angereichert sind, so dass nur noch Wasser zugefügt werden muss.Beachten Sie die Zubereitungsanleitung auf der Verpackung.

Allgemeine Ratschläge

Kuhmilch (Voll-, fettarme oder entrahmte Milch) ist für Kinder unter 1 Jahr nicht geeignet. Sie enthält mehr Proteine und Mineralien als Muttermilch oder Babymilch. Die Einführung von unverdünnter Kuhmilch wird erst nach dem vollendeten 12. Lebensmonat empfohlen.

Das Kind sollte im ersten Lebensjahr als Milch ausschließlich Mutter-, Säuglings- oder Folgemilch erhalten.

Schränken Sie Milchprodukte (Joghurt, Käse, Frischkäse mit Obst) ein.

Vermeiden Sie Desserts mit Milch, Pudding …, auch diejenigen, die als „spezielle Baby-Produkte“ angeboten werden, da sie zu viel Eiweiß und oft auch zu viel Zucker enthalten.

Gläschen für Babys

Die Herstellung von Gläschen für Babys unterliegt einer sehr strengen europäischen Reglementierung. Die verwendeten Zutaten dürfen keine Rückstände, Keime, Nitrate oder Nitrite in Konzentrationen enthalten, die für den Säugling gefährlich werden könnten. Die Qualität der Gläschen ist also gut und sie können problemlos verwendet werden.

Es ist jedoch wichtig, je nach dem Alter Ihres Babys das richtige Gläschen aus dem Sortiment zu wählen. Lesen Sie aufmerksam das Etikett, dort sind alle Zutaten verzeichnet. Kaufen Sie ausschließlich Markenprodukte.

Unser Tipp

Selbstgemachte Pürees schmecken besser. Zudem haben sie den Vorteil, dass Sie die Zutaten selbst auswählen können. 

Menge und Häufigkeit der Mahlzeiten

Schon in den ersten Lebensmonaten ist ein Kind in der Lage, seine Nahrungsaufnahme an seinen Bedarf anzupassen.

Es gleicht sie im Verlauf eines Tages aus: Wenn es bei der einen Mahlzeit etwas mehr isst, nimmt es bei der folgenden Mahlzeit weniger zu sich. Vertrauen Sie ihm und wenn es keinen Hunger mehr hat, zwingen Sie es nicht, seinen Teller aufzuessen. Ermuntern Sie Ihr Kind, auf seine Körpersignale für Hunger und Sättigung zu achten.

Das Kauen fördern

Wenn Ihr Kind zu kauen anfängt, bereiten Sie nicht mehr jede Mahlzeit als Püree vor, sondern schneiden Sie die Lebensmittel in ganz kleine Stücke oder zerdrücken Sie sie mit der Gabel. So bleibt das Essen das gleiche, doch seine Zubereitung fördert das Kauen.

Lassen Sie es das Essen ruhig berühren. Dann hat es mehr Freude am selbständigen Essen, was den Genuss der Lebensmittel fördert.

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